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Deutsche Post verschiebt Preiserhöhung für Büchersendungen

Erstellt am 26. Juni 2019 - 1 Minuten zum Lesen

Bereits am 1. Juli 2019 sollte eine veränderte Preis- und Produktstruktur für Bücher- und Warensendungen mit der Deutschen Post in Kraft treten. Heute hat das Unternehmen eine Übergangsfrist bis zum 1.1.2020 angekündigt.

Ende April hatte die Deutsche Post angekündigt, das Produktportfolio im Bereich der Warenpost von bislang sechs auf zwei Produkte zu reduzieren, was in Kombination mit verringerten Maximalmaßen  insbesondere für Buchversender deutliche Mehrkosten mit sich gebracht hätte. Kritik kam unter anderem aus dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der in einer Mitteilung von einer
„enormen Portoerhöhung“ und einer „Quasi-Abschaffung der Büchersendung“ sprach. Der Verband, der die Interessen von rund 5.000 Verlagen, Buchhandlungen, Antiquariaten, Zwischenbuchhandlungen
und Verlagsvertretern vertritt, hat eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht.

Nun hat der Post- und Logistikkonzern aus Bonn seinen Kunden kurzfristig eine Übergangsfrist bis zum Jahresende eingeräumt. Anstatt wie angekündigt zum 1. Juli 2019 wird die neue Preis- und Produktstruktur damit erst zum 1.1.2020 wirksam. Bis dürfen weiter die bislang angebotenen Produkte genutzt werden.

Die Deutsche Post will man mit dem Aufschub laut eigenen Angaben vor allem Kunden entgegenkommen, die signalisiert haben, dass sie die Umstellung beim Versand nicht rechtzeitig zum kommunizierten Stichtag bewältigen können. Ab dem 1. Januar 2020 sollen aber nur noch die beiden Produkte "Bücher- und Warensendung bis 500 Gramm" (1,90 Euro) und die "Bücher- und Warensendung bis 1000 Gramm" (2,20 Euro) akzeptiert werden.