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Literaturbahnhof zur Frankfurter Buchmesse

Erstellt am 22. September 2020 - 3 Minuten zum Lesen

In diesem Jahr findet eine besondere Ausgabe der Frankfurter Buchmesse statt. Zwar entfällt die Fachausstellung in den Messehallen. Trotz Corona-Pandemie soll es in der Main-Metropole jedoch vielfältige kulturelle Angebote für Buchfans geben. Einen Beitrag dazu leistet auch Deutschlands ältester Bahnhofsbuchhändler Schmitt & Hahn.

Wegen der Corona-Pandemie findet die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr in veränderter Form statt. Die klassische Messe für internationale Fachbesucher wurde wegen der geltenden Reisebeschränkungen und Quarantäneverordnungen abgesagt. Für Buchfans und Lesebegeisterte wird es vom 14. bis 18. Oktober dennoch viele Angebote geben, zum Beispiel im Rahmen des Bookfest City.

Der Verein Kultur & Bahn e.V., organisiert seit fast 20 Jahren Lesungen in Frankfurt. Dazu gehört die Veranstaltungsreihe LiteraturLounge. Sie findet in der Regel am ersten Sonntag des Monats im Kulturzentrum Haus am Dom statt. Im Buchmesse-Monat Oktober gibt es zwei Ausgaben – am Sonntag vor und nach der Buchmesse. Den Auftakt bildet die LiteraturLounge am 11. Oktober mit einer Veranstaltung zum ursprünglich für dieses Jahr als Buchmesse-Gastland vorgesehenen Kanada. Ab 11 Uhr stellt Manuel Menrath sein Buch Unter dem Nordlicht vor, in dem die Geschichte Kanadas aus der Perspektive seiner Ureinwohner erzählt wird. Sie berichten von ihrem Land, ihrem Leben und von den sozialen wie seelischen Verwüstungen des kulturellen Völkermords. Das Buch ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

Zur Buchmesse veranstaltet Kultur & Bahn darüber hinaus wieder den LiteraturBahnhof. An vier Tagen sprechen Autoren im Stundentakt über ihre Bücher. Vom 14. bis 17. Oktober, täglich von 13 bis 18.15 Uhr zieht der LiteraturBahnhof ins Haus des Buches – in dem auch der Börsenverein und die Messe Frankfurt zuhause sind. In diesem Jahr zu Gast sind Autoren wie Olga Grjasnowa, Jürgen Hosemann, Arzu Weitholz, Laura Lichtblau, Thilo Krause, Andreas Schäfer, Pierre Jarawan, Iris Wolf, Jens Steiner und Zora del Buono und viele mehr.

Der Abschluss ist am 18. Oktober um 11 Uhr wieder die LiteraturLounge im Haus am Dom. Dort stellt Annegret Held ihren dritten großen Westerwaldroman Eine Räuberballade vor, erschienen im Eichborn Verlag.

Die Arbeit von Kultur & Bahn e.V. wird von verschiedenen Partnern unterstützt. Einer davon ist das aus Heidelberg stammende und auch in Frankfurt am Main mit Bahnhofsbuchhandlungen vertretene Unternehmen Schmitt & Hahn. Die Lesungen des Vereins Kultur & Bahn unterstützt der Bahnhofsbuchhändler u.a. durch Werbung in seinen Filialen. Darüber hinaus bestückt und betreut Schmitt & Hahn stets den Büchertisch auf den Veranstaltungen.

"Die Philosophie und Zielrichtung unseres Handelns hat sich nicht geändert. Wir wollen einem interessierten Publikum hochwertige Kulturangebote machen und das umsonst, ohne die Barriere von Eintrittspreisen", erklärt Armin Nagel, Vorsitzender des Vorstandes von Kultur&Bahn e.V. "Die Kosten für die fair zu entlohnenden Künstler*Innen müssen also durch Förderer abgedeckt werden. Schmitt & Hahn war von Anbeginn dabei und stellt mit Friedrich Hacker den Sprecher des Förderkreises, dem u.a. die Sparda-Bank Hessen als Hauptsponsor und die DEVK Direktion Hessen angehören."

Für alle Veranstaltungen von Kultur & Bahn ist der Eintritt frei. Das ausführliche Programm gibt es u.a. bei Schmitt & Hahn und auf der Homepage www.kulturundbahn.de. Vor der Corona-Pandemie zählten die Veranstaltungen des Vereins zur Förderung der (Lese)Kultur meist rund 120 Gäste, manchmal auch mehr als 200, wie der Vorsitzende Armin Nagel berichtet. Aktuell dürfen sich für die „hybriden“ und ins Internet gestreamten Veranstaltungen etwa 40 Personen anmelden. Die anderen können die zumeist von Martin Maria Schwarz – hr 2 kultur – moderierte Lesung im Internet erleben.